Schlaues Haus

Schlaues Haus 1024 683 HAMBURG TEAM
Urbanes Leben - Vernetztes Wohnen

Schlaues Haus

Das Schlagwort der vernetzten Welt heißt SMART. Auch beim Thema Wohnen. Aber was verbirgt sich dahinter eigentlich genau? Was heute schon alles geht und ob es dabei hilft, den Alltag zu verbessern, das wird gerade in den Rainville Appartements getestet.

Kühlschränke, die automatisch Milch im Internet nachbestellen, Waschmaschinen, die selbst entscheiden, wie viel Waschpulver jede Ladung benötigt, Steuerung von Heizung und Licht vom Urlaubsort aus – heute alles kein Problem mehr. Die Einsatzmöglichkeiten der Smart-Home-Technologien sind vielfältig, und ständig kommen neue Applikationen auf den Markt. »Wir haben hier im Smart Apartment 112 Geräte miteinander vernetzt, darunter Haushaltsgeräte, Sensoren, Kameras, Steckdosen und Lampen«, sagt Marco Apel von der COMPUTER BILD, die das Smart Apartment-Projekt gemeinsam mit der Telekom initiierte.

»Dabei liegt der Schwerpunkt bei den Anwendungen auf den Bereichen Wohnkomfort, Entertain, Sicherheit und Energieeffizienz.« Die dafür erforderliche Verwandlung der ehemaligen Musterwohnung der Rainville Appartements in ein smartes Apartment ging schnell vonstatten. »Wir wollten zeigen, was heute ohne große Eingriffe in die Bausubstanz bereits durch pures Nachrüsten alles möglich ist«, sagt Marco Apel. Weil funkbasiert gearbeitet wird, geht alles ohne lästiges Kabelverlegen, und Baumaßnahmen sind überflüssig – perfekt also auch für Altbauten oder Mietwohnungen. Nur sollte eine stabile Internetverbindung vorhanden sein und im besten Fall Glasfaserkabel zur Verfügung stehen.

»Auch technische Laien können sich da einarbeiten.«

Alle Anwendungen der Smart-Home-App sind über das Tablet zu bedienen

Der Markt für Smart Home wächst, und längst ist er nicht mehr nur auf das Luxus- und Premiumsegment begrenzt. Eine Studie von Deloitte sieht vier Treiber für das weitere Wachstum: Zunächst schafft die zunehmende digitale Vernetzung die infrastrukturellen Grundlagen und sorgt für die Verbreitung mobiler Endgeräte, die als Bedienlösungen für Smart-Home-Anwendungen geeignet sind. Zeitgleich sorgen die demografische Entwicklung und eine Zunahme von Single-Haushalten für eine gesteigerte Nachfrage nach Ferndiagnostik und Überwachungsmöglichkeiten. Durch den Cocooning- Trend erhält das eigene Zuhause wieder einen höheren Stellenwert, und es wächst die Bereitschaft, es mit entsprechenden smarten Angeboten zu vernetzen und dafür auch Geld zu investieren. Und schließlich macht ein steigendes Umweltbewusstsein das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu wichtigen Themen im Alltag und beflügelt die smarte Heimautomation.

»Ich nutze die Funktionen gern, habe aber keinen Spaß daran, sie vorher zu programmieren.«

Vieles davon ist im Smart Apartment an der Hamburger Elbchaussee erfahrbar. Mitte Juli haben bereits sieben ausgewählte Tester-Paare das smarte Heim über ein langes Wochenende bewohnt und dabei unterschiedliche Aufgaben gelöst, individuelle Beleuchtungssituationen programmiert, das Audiosystem in allen Räumen getestet, mit Backofen oder Waschmaschine »kommuniziert«, ein Leaving- Home-Profil erstellt, das alle Geräte ausschaltet, wenn man die Wohnung verlässt, und den Sicherungsmodus aktiviert, und ihre Erfahrungen mit Überwachungskameras gemacht. Am Ende hat jedes Tester-Paar per Videoaufzeichnung ein Feedback hinterlassen. Marco Apel bilanziert: »Besonders gut sind bislang die Gadgets für Audio und Licht angekommen, etwas schwieriger wird es beim Thema Kamera.« Daniel und Svenja fassen ihre Erfahrungen damit wie folgt zusammen: »Im Flur und auf der Terrasse stört uns eine Kamera nicht, doch im Wohnbereich ist das unangenehm – selbst, wenn nur wir die Bilder sehen können«.

Von Testerin Sabrina für gut befunden: 1 a-Sounderlebnis, ob mit oder ohne Kopfhörer

Neben dem Schutz der Privatsphäre klingt hier das Thema Datenschutz durch, das im digitalen Zeitalter sehr präsent und auch beim Smart Home zu berücksichtigen ist. Denn bereits vergleichsweise harmlose Daten wie z. B. die Höhe der Luftfeuchtigkeit in der Wohnung können Aufschlüsse über längere An- oder Abwesenheit von Bewohnern geben und dürfen nicht in falsche Hände geraten. Und können sich die Tester auch vorstellen, Geld für so manchen Wohnkomfort daheim auszugeben? Dominik und Sabrina bejahen das, nur wirklich gut funktionieren müsste das gesamte System. Und da sei an einigen Stellen »noch ein bisschen Engineering- Bedarf«, meldet Tester Daniel zurück.
Selbst wenn noch nicht alles hundertprozentig ausgefeilt ist und nicht gleich jeder der Tester in eine smarte Anschaffung für die Wohnung investieren wird: Alle haben sie viele neue Erfahrungen mitgenommen und im Gegenzug auch gleich die eine oder andere Anregung für zukünftige Weiterentwicklungen hinterlassen. Melanie und Benedikt z. B. wünschen sich eine Sprachsteuerung, mit der man alles regeln kann: »Das wäre perfekt. Dann könnten wir vom Fernseher bis zur Kaffeemaschine alles bequem per Sprache steuern, und die Nutzung wäre viel intuitiver als das Navigieren via Tablet oder Smartphone. Man könnte z. B. sagen: ›Jetzt gehe ich ins Bett‹, und automatisch geht das Licht aus und der Nachtmodus an.«

Frei wählbare Lichtfarbe

»Das Einzige, was mich ein bisschen an der App gestört hat, sind die vielen Klicks.«

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