Herz von Barmbek

Herz von Barmbek 756 1024 HAMBURG TEAM
Projekte - Vogelweide

Herz von Barmbek

Wohnen mit Mobilitätsvorteil ist das zentrale Thema dieses Neubauprojektes im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd. Hier fährt die Bahn direkt bis vor die Haustür.

Neuen Wohnraum mit guter Anbindung an das öffentliche Nahverkehrssystem zu schaffen wird in wachsenden Städten wie Hamburg mmer schwieriger. Im Stadtteil Barmbek-Süd, der sich gerade zu einem beliebten Wohnstandort entwickelt, gelingt dies zwischen Vogelweide und U-Bahn-Station Dehnhaide sehr gut. An der kleinen Straße Vogelweide entstehen derzeit 147 Wohneinheiten. Die Nähe zum Stadtzentrum, zum Stadtpark und zur Alster, die Lage zwischen den Kanälen Osterbek im Norden und Eilbek im Süden mit so manch idyllischem Plätzchen sowie ein beträchtliches kulturelles Angebot, das sich u. a. auf zahlreichen Kleinkunstbühnen zeigt, machen den Standort zusätzlich attraktiv. Und im Gegensatz zu Barmbek-Nord ist hier noch Raum für städtische Nachverdichtung.

Die Möglichkeit hierfür ergab sich in Form eines aus-gedienten P+R-Parkplatzes. Dieser erfüllte nicht mehr die Anforderungen, die das 2013 vom Senat in Auftrag gegebene Entwicklungskonzept für P+R-Parkplätze fest-gelegt hatte. Danach sollte künftig der Pendlerverkehr möglichst bereits am Stadtrand auf den öffentlichen Personennahverkehr verlagert werden. Die Aufgabe des Parkplatzes schuf daher neue Möglichkeiten für den

Wohnungsbau in dieser zentralen Lage. Neben den zwei Teilgrundstücken, die von der Stadt Hamburg angekauft wurden, konnten zwei weitere private Grundstücke erworben werden, auf denen lediglich Garagen standen. In Summe dauerte es jedoch etwa fünf Jahre, um diese brachliegenden Flächen zu reaktivieren. Ein Beispiel dafür, wie zeitintensiv und komplex es heute oft ist, überhaupt erst einmal die Grundvoraussetzungen für den Wohnungsbau in innerstädtischen Lagen herzustellen.
Von den 147 Wohneinheiten werden nur 46 Wohnungen zum Kauf angeboten, 101 entstehen als Mietwohnungen. Davon sind 57 frei finanziert und 44 werden im 1. und 2. Förderweg erstellt, hiervon wiederum 17 als geförderte barrierefreie Seniorenwohnungen. Der gesamte Mietwohnungsbaustein wurde bereits in den Fonds HAMBURG TEAM Urbane WohnWerte eingebracht.

der die Wohnungen langfristig halten und managen wird. Damit ist es das erste Neubauvorhaben, das im Rahmen der HAMBURG TEAM Gruppe von der Projektentwicklung erstellt wird und vom Investment Management angekauft wurde.
Die Neubauten nach dem Entwurf von APB. Architekten sind als zusammenhängender Baukörper mit fünf bis sieben Geschossen geplant. Sie erhalten zu den Außenseiten Ziegel- und zum Hof hin Putzfassaden und nehmen damit Bezug auf das städtische Umfeld. Die Anlage lässt begrünte Gartenhöfe für die künftigen Nutzer entstehen. Parkraum wird in einer Tiefgarage geschaffen, der Baumbestand in die Außenraumplanung integriert. Der Baukörper stellt einen Lückenschluss zwischen den bestehenden Gebäuden an der Vogelweide her und nutzt den Innenraum für die Schaffung weiteren Wohnraums.

Neuer Backstein trifft auf alten an der Vogelweide

Den gab es hier in deutlich höherer Dichte bereits vor dem Zweiten Weltkrieg, als dort hinter den Häusern, die direkt an der Vogelweide lagen, Terrassenhäuser standen. Die Neubebauung schreibt sozusagen das Thema Wohnen an dieser Stelle fort. Deutlich zum Besseren verändert haben dürfte sich seitdem die akustische Präsenz der Bahnlinie U3, deren Trasse ab 1906 gebaut und 1912 eingeweiht wurde. Heute ist die Haltestelle Dehnhaide fast komplett überdacht, und die modernen Züge fahren deutlich leiser als damals. Damit das Plus an Mobilität sich nicht in einem Minus an Wohnkomfort niederschlägt, sehen die Wohnungsneubauten spezielle Erschütterungs- und Schallschutzmaßnahmen sowie eine hochwertige Verblendfassade am zur Bahn hin gelegenen Gebäudeteil vor. Eine zwischen Bahnlinie und Neubau in den Boden

Künftige Verbindungsachse von der Vogelweide zur U-Bahn-Station

eingebrachte Bohrpfahlwand mit einer elastischen Zwischenschicht sorgt dafür, dass die Erschütterungen der Bahnlinie nicht auf den Neubau übertragen werden. Schallschutzmaßnahmen wie vorgelagerte Prallscheiben, die Geräusche sprichwörtlich »abprallen« lassen, schallabsorbierende Laibungen und Fenster mit Parallelabstellbeschlägen, die ein Lüften ermöglichen, ohne den Schall mit in den Innenraum zu holen, sind nur einige der Maßnahmen, mit denen der Neubau in Hinblick auf die besondere Nachbarschaft versehen wird.
Am Ende bleibt der Vorteil, dass man durch den direkten Bahnanschluss in rasanten zehn Minuten am Hauptbahnhof ist und Nachtschwärmer – zumindest am Wochenende – kein Taxi brauchen, weil sie sich darauf verlassen können, jederzeit mit der U-Bahn sicher nach Hause zu gelangen.

Blick in die Zukunft: lichte Wohnräume mit Ausblick zum Innenhof

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